Forschung

Unter den klassischen Museumsaufgaben – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln – zählt insbesondere das Vermitteln zum Aufgabenbereich der Museumspädagogik i. S. der Entwicklung strukturierter und zielgruppendifferenzierter Angebote, um die Erschließung einer Ausstellung zu unterstützen. Dazu gehören Schulklassenprogramme ebenso wie Programme für andere Zielgruppen, die insgesamt selbst gesteuertes und eigenaktives Lernen fördern.

Welche spezifischen Bedingungen sind in diesem informellen Lernfeld zu berücksichtigen und was bedeutet das für die Entwicklung der Angebote? Welche Exponate werden mit welcher Forschungs- oder Deutungsperspektive ausgestellt und ist diese für Besucherinnen und Besucher zu „sehen“? Mit welchen Motiven und Vorkenntnissen werden Ausstellungen besucht und was bedeutet das für das „Lernen“? Diese wenigen Fragen zeigen bereits, dass zum einen die Vermittlungsaufgabe sehr eng mit den anderen Museumsaufgaben interagiert und zum andern z. B. fundierte pädagogisch-psychologische Kenntnisse vorhanden sein müssen zur Erforschung und Entwicklung ausstellungsadäquater Angebote, die zugleich für Besucher verständlich und motivierend sind.

Forschungsaufgaben an dieser Schnittstelle passen ausgezeichnet zum interdisziplinären Profil der TUM School of Education und werden ideal in Kooperation mit dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen aufgegriffen und ebenso mit externen Partnern wie dem Institut für Museumsforschung, SMBPK, dem Institut für Wissensmedien, dem Arbeitskreis Bildung und Vermittlung im Deutschen Museumsbund.

Welche Forschungsprojekte in Museen im Fokus stehen, zeigt exemplarisch das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Österreich (im Fachbeirat Prof. Dr. Annette Noschka-Roos) oder das Förderprogramm der Volkswagenstiftung, in dem einzelne Projekte wissenschaftlich begleitet werden.